Die Entwicklung unserer noch jungen Schule

Organisatorisch
Die Realschule Gau-Odernheim begann am 1.8.2000 als selbstständige Schule mit zwei sechsten und drei fünften Klassen, die von 14 Lehrkräften unterrichtet wurden.
Mit Beginn des Schuljahres 2000/2001 wurden an die Realschule Gau-Odernheim versetzt RL Heidrun Geyer (von der RS Osthofen), RL Claudia Schmidt (Rs Osthofen), RL Cordula Schuster, RL Silke Scheve (RS Eisenberg), RL Dorothee Paar (Regionale Schule Sprendlingen).

Um den "Unterrichtsbetrieb" zu sichern, waren von der Realschule Alzey abgeordnet
vom 1.8.2000 bis 31.7.2001: RL Volker Dörrhöfer, RL Martina Gietl, RL Ulrike Hecker, RI. Ulrike Keller, RL Volker Lawall., RKR Gabriela Wolf, RL Annelie Zottmann und vom 1.8.2000 bis 31.7.2002: RL Irmgard Abraham.

Bauliche Entwicklung
Zu Beginn teilte sich die Realschule die vorhandenen Räume mit den Hauptschulklassen. Bereits im Jahre 2000 wurden im „Neubau“ (1968) ein Physiksaal, ein Biologie- und ein Chemiesaal eingerichtet; hinzu kamen zwei Vorbereitungsräume. Im Jahre 2002 wurde die Schließanlage erneuert.  Die Realschule verfügt derzeit über 14 Klassensäle, sieben Fachräume und eine Bibliothek.

Realschule (2003 - 2004)
Mit dem Ende des Schuljahres 2003/2004 wurde mit den Arbeiten für einen Neubau begonnen. Dieses Gebäude entsteht auf dem Schulhof und wird eine bauliche Verbindung zum „68er Neubau“ bekommen. In diesem Gebäude werden  zwei neue Computerlabore, ein Musiksaal, ein BK – Raum, die  neue Bibliothek und zwei Klassenräume Platz finden. Im Zuge dieser Umbaumaßnahmen wird auch der Schulhof neu gestaltet. Es entstehen ein Kleinspielfeld (bewegte Pause) und ein Großschachfeld. Des Weiteren werden Basketballkörbe und Tischtennisplatten installiert. Nicht zuletzt sorgt eine neue Bepflanzung für eine angenehme Pausenatmosphäre. Es wird der Schulgarten erweitert und es entsteht ein „Klassensaal im Grünen“.   

Weitere Fachräume werden im "68er Neubau" neu eingerichtet. Es handelt sich dabei um eine neue Küche,  einen MN – Saal, ein Elternsprechzimmer, einen Werkraum mit Maschinenraum und einem  Saal für Textiles Gestalten.

Einweihung nach der Bauphase (Februar 2006)
Zwar konnte die Schulgemeinschaft bereits mit Beginn des Schuljahres 2005/2006 die neuen Räumlichkeiten nutzen; die offizielle Übergabe von Landrat Ernst-Walter Görisch an Konrektorin Scheve – die Schulleiterstelle war immer noch verwaist – erfolgte erst im Februar. Mit „Oh happy day“ wurde die Einweihungsfeier von Chor und Instrumentalgruppe eröffnet. In den verschiedenen Reden von Herrn Architekt Kessler, Herrn Landrat Görisch, Herrn Dr. Willenbacher (ADD) und Frau Konrektorin Scheve wurde auf die Neuerungen des 3,5 Millionen teuren Erweiterungsbau hingewiesen. Herr Unger, Bürgermeister der VG Alzey Land, überreichte einen Ball und einen 250€-Scheck, ebenso Herr Fuhrmann vom Förderverein einen Scheck über 2000€ für die Anschaffung von Spielgerät oder Ähnlichem für die Schulgemeinschaft.

Unser Altbau

Die Realschule am Alten Schloss ist kontinuierlich gewachsen, was ein Rundumblick auf dem Schulhof verdeutlicht. Im Süden befindet sich das jüngste Gebäude, ein Halbstelzenbau, der im Jahr 2006 seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Im Osten erkennt man einen klassischen Bau aus den Sechzigern bzw. Siebzigern des 19. Jahrhunderts mit Waschbetonfassade.

Daran (historisches Fachwerk) schließt sich der Verwaltungstrakt – ein teilunterkellerter Flachbau aus der gleichen Zeit. Über diesem Haus, in dem das Lehrerzimmer sowie Sekretariat  beheimatet sind, befindet sich die sogenannte Brücke. Ein reiner Zweckbau aus den 90ern des vergangenen Jahrtausends. Wer ihn als Schüler oder Schülerin kurz nach dem Klingelzeichen zur Pause sitzend erlebt hat, wird sich immer der Schwankungen erinnern, die durch die herauseilende Schülerschaft erzeugt wurden und die  - nach Auskunft des Statikers – nicht beunruhigend seien.

Manch Mutter oder Vater bekam bei Elternabenden schockartig vergrößerte Augen, als sie das Schwanken des Gebäudes erlebten. Im  Westen schließlich erblickt man den „Altbau“ – ein architektonisch interessanter Barockbau mit Mansardendach aus dem Jahr 1731 – also über 250 Jahre alt und errichtet von den Burgamtmännern von Sturmfeder und von Dalberg.

In der unsäglichen Zeit des Nationalsozialismus wurde das Gebäude 1938 in eine Schule umgewandelt, nachdem jahrelang aus Kostengründen auf einen Neubau verzichtet werden musste und die Kinder in Gau-Odernheim dadurch Schulräume im ganzen Dorf aufsuchen mussten.

Möglich geworden war die Umwandlung erst durch den Kauf der benachbarten Hofreite eines Bauern, der nach Armsheim seinen Betrieb verlegte. Dem Zeitungsbericht vom 13. April 1938 vernimmt man, dass ohne den Bestand der Gebäude zu gefährden und (Eingangsbereich) günstiger im Vergleich zum Neubau eine Schule, eine Turnhalle, ein Schulhof, eine besondere Haushaltungsküche, eine Hausmeisterwohnung, diverse Einrichtungen für die Nationalsozialisten sowie ein Gemeindewannenbad und Brauseanlagen erstellt wurden.

Im alten Altbau1 Barockhaus – unseren heutigen Altbau – wurden alle Fenster wieder freigelegt und man liest im Artikel weiter „[...]An Räumen sind nun vorhanden: 6 Säle für die Volksschule, 2  Säle für die Berufs- und Fortbildungsschule, ein Rektorzimmer, 2 Lehrerzimmer, 1 Untersuchungsraum.

Der vordere Erdgeschoßsaal kann durch eine große Klapptür mit dem anschließenden Raum zu einem Filmvorführungsraum- und Vortragsraum verbunden werden. In dem anschließenden Anbau [im Zuge der Erweiterung 2004/2005 abgerissen]sind im Erd- und Obergeschoß mustergültige, hygienische Abortanlagen untergebracht, die gleichzeitig vom neuen Schulhof zugänglich sind. Die Flure sind so geräumig, dass die Jugend bei schlechtem Wetter sich innerhalb des Gebäudes in den Pausen aufhalten kann.

Geheizt werden alle Räume mit einer Warmwasserheizung. In jedem Saal sind außer Wasser und elektrischem Stromanschluß Radioleitungen vorhanden, die für Schulfunk und Gemeinschaftsübertragung vorgesehen sind. In den Fluren sind die Uhren der Uhrenanlage, die mit der Klingelanlage verbunden sind übersichtlich angebracht.“ Die Schule bekam weiterhin neues oder instandgesetztes Mobiliar und galt als „ein Muster für ländliche Volksschulen“.

So stellte sich der Maler das Schloss vor – vermutlich etwas romantisiert, zumal es sich um eine  kleine Reichsburg (Odernheim war im Mittelalter zur Freien Reichsstadt erhoben) handelte, die am Ende des Dreißigjährigen Krieges (um 1645) schon zerstört war.

Kontakt

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Realschule Plus „Am Alten Schloss“
Rossmarkt 5
55239 Gau-Odernheim
Tel: 06733-94731-11
Fax: 06733-94731-19
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